CSD Live-Stream am Samstag 11. Juli 2020

Am Samstag, den 11. Juli 2020 startet um 12:00 Uhr der CSD-Live-Stream aus dem neuen lesbisch-queeren Zentrum “LeZ” in der Müllerstraße 26.

Der Livestream ist zu sehen auf:
www.csdmuenchen.de
Youtube
Facebook

Es gibt Interviews, Community-Spots, Drag-Monatsschau, Live-Aktionen, Filme und vieles mehr, klickt Euch einfach in die Kanäle rein und feiert mit uns einen geilen virtuellen CSD 2020!

Alle weiteren Informationen findet Ihr auf der Webseite des CSD München.

12.00–12.30

Start
Unser Moderator*innenteam Bernd, Kriwoe und Bea begrüßt Euch zur Premiere des ersten CSD München-Livestreams.

Community-Talk: Schule machen!
Bildung ist bekanntlich Ländersache. Was Bayern betrifft, muss man sagen: leider! Denn im Freistaat tut sich seit Jahrzehnten nichts, wenn es darum geht, queere Lebenswelten im Unterricht zu verankern. Schon längst sind Regenbogenfamilien in der Gesellschaft präsent, auch in Kindergärten und Schulen. Wer eine diskriminierungsfreie Zukunft will, muss in Bildung investieren – und dazu gehört auch Wissen zu LGBTI*. Wir sprechen mit Expert*innen darüber, was jetzt in Bayern passieren muss.

Community-Spots/PolitParade online
Jay Miniano & Xiao Ying, Monaccord, Love me gender, Condrobs, Queerpass Bayern

Musik: Matthew Wood
„Spectrum of a Sinner“ ist das Glam-Pop-Debütalbum des Hamburger Musikers Matthew Wood, eine Hymne an alle Außenseiter, Freaks, Weirdos. Sein Sound ist inspiriert von Popgrößen wie Prince, Bowie, N.E.R.D und Gaga – Helden der Bewegung. „Spectrum of a sinner“, sagt Matthew, schrieb er als späten Trost für sein 15-jähriges Ich, das auf der Suche nach Liebe, Respekt und Akzeptanz offenbar so einige Hürden zu überwinden hatte. Bei uns darf er sich zuhause fühlen. Wir freuen uns auf seine Musik! Forderung no. 10: Solidarität! Wir unterstützen uns gegenseitig, stehen füreinander ein!

12.30–13.00

Community-Talk: Queere Firmennetzwerke
Für LGBTI* ist der Arbeitsplatz häufig noch ein Minenfeld. Sie fragen sich: Wenn ich im Betrieb offen lebe, kann mich das meine Karriere kosten? Werde ich gemobbt? Und was tuscheln die Kolleg*innen hinter meinem Rücken? Immer mehr Firmen etablieren daher interne Netzwerke, die queeren Mitarbeiter*innen den Rücken stärken. Im Studio: Vertreter*innen der queeren Netzwerke von BMW, REWE und Microsoft.

Die Drag-Monatsschau CSD Special No.1
mit Janisha Jones & Friends

Musik: Schrottgrenze
Zwischen Rockfestival und Dragshow, zwischen Punkrock und Pop, zwischen Alltagsgeschichten und unmissverständlichen Statements. Überall bewegt sich die Hamburger Band Schrottgrenze somewhere in between, auch mit ihrem neuen Album „Alles zerpflücken“: Was wird hier zerpflückt? In erster Linie die verdammte Heteronormativität. Mit dem Comeback 2017 schlug die Band ein neues Kapitel auf. Es war das erste Album nach dem späten Coming Out von Sänger Alex. Seitdem beschäftigt sich Schrottgrenze mit einem überraschend unbearbeiteten Feld der Indie-Szene: queeren Themen. Es geht um Männlichkeit, Geschlechterrollen, Rassismus und Antisemitismus.

Robin & Sabine erklären Prideflags
Genderfluid

Live aus den Social Media Kanälen
Die Zuschauer*innenredaktion zeigt, wie die Community feiert. Updates zum laufenden Stylecontest, die witzigsten Posts, die besten Bilder: hier dreht sich alles um euch.

13.00–13.30

Community-Talk: LGBTI* und jüdisches Leben
Religion und LGBTI* – seit jeher eines der großen Spannungsfelder. Auch im jüdischen Glauben haben Queers einen schweren Stand. Andererseits sind israelische Städte wie Tel Aviv weltweit Hotspots queerer Lebensfreude. Wir sprechen mit jüdischen LGBTI* über den Spagat zwischen Glauben und Leben. Auch Sandra Simovich, Leiterin des Generalkonsulats des Staates Israel für Süddeutschland, meldet sich zu Wort.

Community-Spots/PolitParade online
Rosa Liste, Trans-Ident e.V., Pepe & Friends, Diversity-Initiative der it-economics GmbH, Grüne Jugend, Lesbentelefon e.V.

Musik: ANKATHIE KOI
Die Diva ist vielseitig: Ankathie Ko kann Tanzmaus, feine Lady und den männermordenden Vamp und doch geht es ihr nie darum, einfach von einem Geschlechterstereotyp ins nächste zu wechseln. Auch Männer können ihre Schwestern sein, zwei davon stehen Ankathie bei ihren Live-Exzessen zur Seite. Aber live geht ja gerade nicht. Die liebste Rolle der Vokuhila-Trägerin ist ohnehin die Gender-Trouble-Maker*in, die mit keckem Grinsen den Macho aus ihrem Innersten kramt und auf die Bühne stellt. Natürlich ist das offen feministisch, nur halt ohne Dogmen und Regeln. Genießt es!

13.30–14.00

Community-Talk: Queere Geschichten & Geschichte
Wir feiern 40 Jahre CSD München. Grund genug, einen Blick auf die Geschichte von LGBTI* in der Landeshauptstadt zu werfen. Schon früh haben sich in München Menschen für deren Rechte stark gemacht. In den 1980er-Jahren war die Stadt sogar ein internationaler Hotspot schwulen Lebens. Mit dem Forum Queeres Archiv München sprechen wir über Highlights der Historie – und neue Plänen für ein queeres Museum.

Die Drag-Monatsschau CSD Special No.2
mit Janisha Jones & Friends

Musik: Malonda
Die Bühne betritt Malonda auf Beinen bis zum Mond, gewandet in glamourösen Schmuck und mit einer Stimme wie schmelzender Schokolade. Weggucken unmöglich. Weghören? Vergiss es! Dann setzt der Beat ein und das Denken des geneigten Publikums aus. Flankiert und befeuert von ihrem charismatischen Team aus DJs und Tänzer*innen, kredenzt Malonda elektronische Ohrwürmer über seelische Tiefschläge und Gipfelerlebnisse der exorbitanten Art.

Robin & Sabine erklären Prideflags
Progress Pride

Live aus den Social Media Kanälen
Die Zuschauer*innenredaktion zeigt, wie die Community feiert. Updates zum laufenden Stylecontest, die witzigsten Posts, die besten Bilder: hier dreht sich alles um euch.

14.00–14.30

Community-Talk: Die „Neuen“ im Stadtrat
Der Münchner Stadtrat ist queerer als jemals zuvor. Insgesamt acht offen lesbischen und schwulen Kandidat*innen gelang am 15. März der Einzug ins Rathaus am Marienplatz. Neben „alten Hasen“ wie Thomas Niederbühl (Rosa Liste), Christian Vorländer (SPD) und Dominik Krause (Bündnis 90/Die Grünen) mischen auch einige Neulinge im Polit-Geschäft mit. Mit ihnen wollen wir uns über die aktuelle Lage und die Zukunft der Landeshauptstadt und seiner queeren Community unterhalten.

Community-Spots/PolitParade online
LeTRa – Beratung für geflüchtete Lesben, Rainbow Sound Orchestra Munich e.V., Forum Queeres Archiv München e.V., Slutwalk München, GayBleck & Mareijke, Sub Abendberatung, Adobe Proud, Münchenstift, S’AG–Safety Aktionsgruppe

Musik: Ruby Tuesday
Die Königin der Münchner Burlesqueszene. Ruby Tuesday vereint detailverliebte Darbietungen mit außergewöhnlichen Kostümen, einem expressiven Performancestil und göttlichem Bühnen-Makeup. Bei der schamlosen Burlesque-Queen verschmelzen Drag und Feuer zu einer Mischung voller Sinnlichkeit und Grandezza. Rubys Wandlungsfähigkeit lässt sie in verschiedenste Rollen schlüpfen. Fluffy Bunny meets AC/DC zum Beispiel. Und dann wäre da noch Supermacho „Ruben Tuesday“. Das Spiel mit den Klischees macht einfach Spaß.

14.30–15.00

Community-Talk: Community & Corona
Das berüchtigte „Szenesterben“, das vor allem die Gastroszene betrifft, beschäftigt die Community seit Jahren wie kaum ein anderes Thema. Jetzt kommt Corona hinzu und trifft natürlich auch diese Clubs, Bars, Saunen und Restaurants hart. Wir haben mit Vertreter*innen von Deutsche Eiche, Nil und NY.Club drei „Big Player“ der Szene eingeladen und wollen von ihnen wissen, wie sie ihre Zukunft und die der Szenebetriebe einschätzen.

Die Drag-Monatsschau CSD Special No.3
mit Janisha Jones & Friends

Musik: Systemabsturz
Systemabsturz ist eine mittelgute Datenschutz-Electropunk-Band aus Berlin. Stets ernst und pflichtbewusst fordern sie einen Abbau der Freiheitsrechte auf Beats zwischen Rave Punk, Schlager-Verschnitt und Techno. Aus dem Album “Überwachung zum Mitsingen” erschienen bisher die Songs “Verdächtig” und “Staatstrojaner”. Ende Juni kam das Saalschutz-Cover “Und alle so yeah”. Klingt weird? Passt zu uns!

Robin & Sabine erklären Prideflags
Nonbinär

Live aus den Social Media Kanälen
Die Zuschauer*innenredaktion zeigt, wie die Community feiert. Updates zum laufenden Stylecontest, die witzigsten Posts, die besten Bilder: hier dreht sich alles um euch.

15.00–15.30

Community-Talk: Gegen Hass! Gewalt und LGBTI*
Ob körperliche Gewalt oder Mobbing: In Bayern und in München nimmt Gewalt gegen LGBTI* zu. Doch der Freistaat sieht wie viele andere Bundesländer auch keinen Grund, Hasskriminalität gegen diese Zielgruppe als solche zu bewerten und zu verfolgen. „STRONG!“ ist die neue Fachstelle gegen Diskriminierung und Gewalt. Mit ihr sprechen wir über Gründe für die zunehmende Gewalt und darüber, was für Opfer getan werden muss.

Community-Spots/PolitParade online
equality Oberpfalz e.V., Münchner Aids-Hilfe e.V./Ceckpoint, IMMA e.V., BMW Group Pride, GOC, Puppy Pride München, Sub Strong – Fachstelle gegen Gewalt und Diskriminierung, LeZ–lesbisch-queeres Zentrum

Musik: Elena Rud
Genres sind für Elena Rud Zeitverschwendung. Ihre Musik zähle zu Indie oder Synth Wave, sagen die Expert*innen. Sie aber, sagt Elena, zähle in ihren Songs lieber Gründe für ihre Mutter auf, warum sie Single ist, sie gegen Angst- und Körperprobleme kämpft. Zu diesem „Melancholic Love Shit“ passt einfach alles, was ihre Generation zwischen Fieberwahn-Dramatik und Egozentrik ausmacht. Aber gerade weil Elena diesen starken Indie-Background hat, stechen die Werke mit ihrer spezifisch poetischen Note aus der Masse heraus. Ein Moment zum Stillehalten bei 18 Stunden Live-Stream.

15.30–16.00

Community-Talk: Lesbische Sichtbarkeit
Für viele ist es erstaunlich genug, dass man über mangelnde lesbische Sichtbarkeit überhaupt reden muss. Dennoch: Sie ist eine Tatsache. Oft sind es die Medien, die zum Beispiel schwule Männer viel häufiger nach vorn schieben. Oft sind es aber auch die Frauen selbst, die nicht ins Rampenlicht drängen. Gründe dafür gibt es viele. Darüber sprechen wir mit Aktivistinnen und Vertreterinnen des LeTRa-Lesbenzentrums.

Die Drag-Monatsschau CSD Special No.4
mit Janisha Jones & Friends

Musik: Groove Sistaz
Die Schwestern haben sich 2015 als Various Sounds Big Band gegründet, Seite an Seite mit dem Various-Sounds-Orchester. Als LGBTI*-and-Friends-Ensemble bereichern sie seither die queere Münchner Musikszene. Seit Frühjahr 2017 treten sie als Groove Sistaz auf.

Robin & Sabine erklären Prideflags
Fußfetish

Live aus den Social Media Kanälen
Die Zuschauer*innenredaktion zeigt, wie die Community feiert. Updates zum laufenden Stylecontest, die witzigsten Posts, die besten Bilder: hier dreht sich alles um euch.

16.00–16.30

Community-Talk: We Are Family – Regenbogenfamilien
Lesbische Frauen sind Mütter, schwule Männer sind Väter. Auch queere Paare können sich ihren Kinderwunsch erfüllen, der Nachwuchs wächst – erwiesenermaßen – in einer glücklichen Umgebung auf. Dennoch stehen Regenbogenfamilien vor großen Herausforderungen und werden auch rechtlich diskriminiert. Darüber sprechen wir unter anderem mit Vertreter*innen des Münchner Regenbogenfamilienzentrums.

Community-Spots/PolitParade online
diversity München, proud@MAN, muQ*, Munich Kyiv Queer, Bayerische Aids-Stiftung

Musik: Seda
Die Karriere von Seda ist noch recht jung, schon wird ihr seitens der Presse großer Erfolg prophezeit, unter anderem aufgrund ihrer „grandiosen Gesangstechnik und einer tief bewegenden Soulstimme“ (Bayerischer Rundfunk). Ihre Debüt-EP „Spilled Thoughts“, produziert in Eigenregie, wurde Anfang 2018 veröffentlicht und bescherte der Sängerin mit ihrem eingängigen Pop/Soul exklusive Auftritte vor Tausenden von Zuhörer*innen.

16.30–17.00

Community-Talk: Das unsichtbare „B“ in LGBTI*
Wer ist schon „nur“ schwul, lesbisch oder heterosexuell? Mehr als man glaubt! Deswegen sind die „Bis“ seit Jahrzehnten selbstverständlicher Teil der queeren Szene. Dennoch: Als eigenständige politische Stimme sind Bisexuelle selten zu vernehmen. Warum das so ist und wie sehr die Community auch ihre Heimat ist, darüber wollen wir mehr erfahren im Gespräch mit Aktivist*innen und Menschen aus deren Szene.

Die Drag-Monatsschau CSD Special No.5
mit Janisha Jones & Friends

Musik: Flamyngus
2019 war Köln, im Coronajahr kommt Flamyngus nach München– virtuell versteht sich. Er liefert kantigen Deutschpop mit 80er-Flackern, der dem Abrackermodus Glamour verpasst. Flamyngus erste Single “Verstreut” gibt sich mit den Folgen des Chancen-Overloads nicht zufrieden: Sie ist eine Power-Ballade, die einen mit der Überforderung mit sich selbst konfrontiert. Im Sommer 2019 veröffentlichte Flamyngus die zweite Single “Mitte 20”, die der Angst, keine Zeit mehr zu haben, einen Post-It auf den Mund klebt und mit ihr durch die Quarter-Life-Crisis tanzt. Inzwischen erschien die 3. Single-Auskopplung der EP, “Tagträumer. Mal sehen, was er am 11. Juli für uns singt.

Robin & Sabine erklären Prideflags
Bären

Live aus den Social Media Kanälen
Die Zuschauer*innenredaktion zeigt, wie die Community feiert. Updates zum laufenden Stylecontest, die witzigsten Posts, die besten Bilder: hier dreht sich alles um euch.

17.00–17.30

Community-Talk: Mehr Rechte für trans* und inter* Menschen
trans* Menschen haben meist einen schweren persönlichen Weg vor oder hinter sich. Der Gesetzgeber macht ihnen das Leben nicht leichter: So steht die Abschaffung des Transsexuellen-Gesetzes ganz oben auf der Liste der politischen Forderungen. Aber auch inter* Personen erfahren Unverständnis und Diskriminierung. Live im Studio: Expert*innen und Betroffene aus Bayerns einziger Trans* Inter* Beratungsstelle München.

Community-Spots/PolitParade online
Schwuhplattler, FrauenGesundheitszentrum, diversity@MSD, Partei mut, Sub Sexuelle Gesundheit, QueerGottesdienst, Trans*Inter*Beratungsstelle, Agentur für Arbeit München und Jobcenter München, MLC, Betreutes Wohnen der Münchner Aids-Hilfe e.V, Julez/IMMA e.V.

Musik: Kery Fay
Pulsierend, bewegend und 100 Prozent persönlich: Kery Fay, Sängerin und Songwriterin aus Hamburg, hat im Winter 2019 ihr erstes Solo-Album „Lights & Shadows“ veröffentlicht. „Hamburgs neue Elektro-Pop-Queen“ (BILD) beschreibt ihren Stil als eingängigen Pop mit elektronischen Elementen. Kery Fay unterstützt die LGBTI*-Community schon lange, vor allem in Osteuropa. Sie kommt selbst aus der Ukraine, einem Land, in dem Homo- und Trans*-Phobie weit verbreitet sind. Nicht umsonst steht die Münchner Community voll hinter der Szene in ihrer Partnerstadt Kyjiw. Forderung no. 11: Liebt grenzenlos!

17.30–18.00

Community-Talk: Queer im Alter
Vor allem das schwule Klischee setzt häufig auf ewige Jugend. Doch dem ist bekanntlich nicht so. In den nächsten Jahren wird eine Generation alt, die sich auch im letzten Lebensabschnitt nicht mehr verstecken möchte und selbstbewusst ihre Rechte einfordert. Doch wie kann das Leben im Alter noch bunt sein? Wir sprechen mit Vertreter*innen der Münchner Beratungsstelle „rosa Alter“ und lassen queere Senior*innen zu Wort kommen.

Musik: Wilhelmine
Seit Wilhelmine im Herbst 2019 ihre Debüt-Single „Meine Liebe“ vorlegte, schlägt ihr nichts als Sympathie entgegen. „Sie ist neu in der deutschsprachigen Pop-Musikszene und passt perfekt in den heutigen Zeitgeist“, urteilt Bedroomdisco. „Diese Stimme ist einfach nur WOW”, schwärmt L-Mag. Seit Kurzem ist nun auch ihre EP draußen. Mit Songs über Freiheit und Verliebtsein bis hin zu düster-traurigen Erfahrungen mit Sucht und Ressentiment deckt sie ein breites emotionales und thematisches Spektrum ab. „Ich glaube, wenn man als Künstlerin nicht über die Dinge redet, die einen wirklich bewegen, schwimmt man auf der Oberfläche und macht sich unbewusst kleiner“, sagt Wilhelmine. Also erzählt sie ihre Geschichten mit großer Offenheit. Und wird so zum Vorbild für viele in der Community.

Live aus den Social Media Kanälen
Die Zuschauer*innenredaktion zeigt, wie die Community feiert. Updates zum laufenden Stylecontest, die witzigsten Posts, die besten Bilder: hier dreht sich alles um euch.

18.00–18.30

Community-Talk: Play The Game! Queere Gamer*innen
Wer „spielen“ sagt, meint schon lange nicht mehr nur „Rommé“ oder „Mensch, ärgere dich nicht“. Videospiele erleben einen riesen Hype, ihre Turniere sind Events, die ganze Sporthallen füllen. Kein Wunder, dass sich auch in dieser Gamer-Szene reichlich queere Gaming-Fans bewegen. Bunte Gestalten in einer bunten Welt und einer Community, die noch kaum jemand kennt.

Community-Spots/PolitParade online
US Generalkonsulat, QFFM – Queer Film Festival, LeTRa – Beratungsstelle und Zentrum, Regenbogenchor München, Münchner Bank, Sub Beratung, JungeSMünchen & queerSpiel, Rewe di.to., Walk to the rainbow–Verena Reindl, LesMamas e.V., LesbenSalon, SSV

Musik: Amy Wald
Amy Wald erzählt ihre persönliche Geschichte mit Musik: Ehrlich, direkt und authentisch schmiedet die junge Singer-/Songwriterin ihre Zeilen zu eindringlichen Songs, die direkt aus ihrem Leben kommen. Während ihres Maturajahres gründete die Künstlerin ihr Projekt Amy Wald. Nach einigen Erfolgen in Österreich geschah die Tragödie: Gitarrist und Bandleader Martin verunglückte in einem Motorradunfall. Damit setzte sich die Uhr für Amy auf null. Von dem Verlust ließ sie sich jedoch nicht unterkriegen. Viel mehr nahm Amy das Unglück als Anlass, ihren Weg neu zu erfinden und startete Solo durch. Job gekündigt, Gitarre eingepackt und ab auf Tour. Aus ihrer EP hören wir die besten Songs.

Robin & Sabine erklären Prideflags
Regenbogen

TIL
Musik: Samstag im LeZ: Dennis (Gesang und Gitarre), Eniz (Bass) und Jona (Schlagzeug) haben für das, was sie bisher erreicht haben, hart gearbeitet. Der Titel ihrer neuen Single, „Krieg dein’ Arsch hoch“, ist deshalb so etwas wie ein persönlicher Soundtrack, aber auch eine Botschaft an die eigene Generation, die Dinge zum Besseren zu wenden. Ihre aufrüttelnden Songs berühren und motivieren die Fans. Sie passen ganz wunderbar zum CSD 2020: In unserer Vielfalt können wir zusammen viel bewegen!

Die Drag-Monatsschau CSD Special No.6
mit Janisha Jones & Friends

18.30–19.00

Community-Talk: Grenzenlos lieben I: München – Kyjiw
Die Städtepartnerschaft zwischen München und der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw ist vermutlich in keinem Bereich so fruchtbar wie im Austausch ihrer queeren Communitys. Seit vielen Jahren gibt es regen Austausch, Freundschaften und politischen Support. Darauf kann mensch stolz sein, daraus erwachsen aber auch Verpflichtungen. Von dieser ganz besonderen Verbindung zwischen Bayern und der Ukraine berichten queere Aktivist*innen und Menschen, die sich nicht nur in die Partnerstadt verliebt haben.

Musik: Squareplatz
Sie bringen die Dance-Vibes einer großen Dekade zurück. Die Musiker Sezgin Inceel und Stas Mishchenko von Squareplatz feiern mit ihrem ersten Album „Nostalgia“ die 90er Jahre. Die Neunziger waren opulent, kreativ, wild und schrill. Die Songs dieser türkisch-ukrainischen Münchner Elektro-Indie-Band handeln aber auch davon, wie schwierig die Zeit für viele war, die unter dem Mainstream einer männlich-weißen Gesellschaft zu leiden hatten: Mit ihrer Pop-EP verarbeiten die beiden queeren Musiker auch ihre persönliche Geschichte. Wie sie singen: „It’s like we will indeed survive. It’s like this ship will survive.”

Robin & Sabine erklären Prideflags
Bären

Live aus den Social Media Kanälen
Die Zuschauer*innenredaktion zeigt, wie die Community feiert. Updates zum laufenden Stylecontest, die witzigsten Posts, die besten Bilder: hier dreht sich alles um euch.

19.00–19.30

Community-Talk: Grenzenlos lieben II: Queer Refugees
Zu uns kommen seit vielen Jahren Menschen, denen in ihren Heimatländern Verfolgung, ja sogar der Tod droht. Wir sprechen mit ihnen über Erfahrungen, Hoffnungen und über ihre Furcht, nicht in Deutschland bIeiben zu können. Nicht zuletzt: Ihre neue Heimat erweist sich nicht immer als Paradies, denn auch in der Community gibt es Vorbehalte.

Community-Spots/PolitParade online
Koordinierungsstelle zur Gleichstellung von LGBTI*, Grüne München, Regenbogenfamilienzentrum, Café Queer Dachau, rosaAlter, FDP Fraktion Landtag, Frauenhilfe München

19.30–20.00

Musik: The Roop
Sie haben die Herzen der deutschen ESC-Fans erobert. Die litauische Band The Roop gewann den deutschen Ersatz-Eurovision im Ersten. Ihre Musik ist ein Statement, ein Aufruf zu Freiheit, Selbstdarstellung und Veränderung. “I will do what I can, just to be a better man”, singt Frontman Vaidotas Valiukevicius, in “On Fire”. „Wir haben alle schon einmal versucht, eine Maske zu tragen. Aber jeder Mensch ist am interessantesten, wenn er Sensibilität, Schmerz oder Träume nicht verbirgt. Die nackte Wahrheit ist der Weg, um zu wachsen. The Roop unterstützen die LGBTI*-Community. Und wollen nächstes Jahr vielleicht sogar live nach München zum CSD kommen.

QFFM – Queer Film Festival München
Münchens queeres Filmfestival präsentiert im Live Stream zwei Kurzfilme.
Kurzfilm 1: „Dirty“ von Matthew Puccini, USA 2020, engl. OmdU (ca. 11 Minuten)
Kurzfilm 2: „Revolvo“ von Francy Fabritz, DEU 2019, dt. OmeU (ca. 8 Minuten)

Finale Pride Magazin
Nach acht Stunden bunter Dauersendung verabschiedet sich das Tagesteam mit der Verkündung der Gewinner*innen des Style Contests. Weiter gehts mit dem PrideClubbing bis 6:30 Uhr morgens 🙂

Pride Clubbing

20.00–21.30

Lovers
Bashkka

Vor einem Jahr, am CSD München 2019 stachen die LOVERS Munich mit dem ersten LOVE BOAT Mini-Festival auf der Alten Utting in die queer-inclusiven Gewässer Münchens. Spätestens mit den legendären BALL Nächten im Folks! Club, einer Hommage an die Clubkid-Era wie an die Ballroom- und Drag-Culture, konnte das Kollektiv einen bunten, expressiven Queer Space für jeden etablieren. Mit der CREAM, Münchens erster sex positive Party im Kunst Block Balve, verabschiedeten sich die LOVERS dann Ende Februar mit einem phänomenalen Knall in die Corona-Zwangspause. Zum Online CSD am 11. Juli kehren sie zurück in den Folks! Club mit einem Stream, der alle Facetten des LOVERS Spirits abbilden wird. DJ Goddess Bashkka führt als zuverlässiger Captain durch die Galaxien der Electronic Dance Music und wird sogar mit Live Vocals unterstützt. Zahlreiche PerformerInnen liefern sowohl creamy Kink als auch ballsy Fashion und natürlich fierce Moves! Und als I-Tüpfelchen gibts viele Higlights aus einem Jahr BALL. Denn die LOVERS wollen diese 90 Minuten auch nutzen, um mit euch in Erinnerungen zu schwelgen. Schließlich wird ja auch Geburtstag gefeiert 😉

21.30–22.30

NY.Club
DJ Alexio
In Italien aufgewachsen ist Berlin jetzt DJ Alexios kreative Homebase. Wenn er nicht gerade im Studio steckt, um neue Tracks zu produzieren, findet mensch Alexio in den besten Clubs Europas. Seit vielen Jahren ist er Resident DJ im NY.Club. Wenn er dort an den Decks steht, ist es unmöglich, nicht zu tanzen. Seine unglaubliche Energie und sein Gefühl für Beats und Emotionen reißen jede*n mit.

22.30–23.30

Playground
Javier Bähr
Als Erinnerung an die CSD-Parade 2019 hat Playground noch einmal Javier eingeladen. Er war einer der DJs, die dafür gesorgt haben, dass der Playground Truck legendär wie nie war. Mit seinen Vibes wollen wir das Gefühl vom vergangenen Jahr noch einmal in unsere Wohnzimmer holen. Die Mischung aus vorantreibender Melodik, detailverliebter Rhythmik und ein vielseitig atmosphärisches Spannungsfeld bilden die musikalischen Grundpfeiler.

23.30–06.30

Harry Klein
Seit knapp zehn Jahren lädt das Garry Klein im Harry Klein, dem legendären elektronischen Musikclub, zur queeren Party der Stadt. Midnight Showtime mit den besten Drag Queens Münchens sind das Highlight der Mittwochnacht. Mensch trifft auf ein queeres, diverses und tolerantes Publikum. In der CSD-Nacht treffen wir auf Acts von BiMän, Boris, Lazykid, Nastasia, Noé und SilSan.

23:30-00:30
BiMän (She-La/Wut Kollektiv)
Bi Män ist audiovisuelle Interventionskünstlerin, DJ*, Veranstalterin und kreiert postfemale Crossover. Als DJ* exponiert sie durchaus unbequem geschlechtsspezifische Klischees und wehrt sich gegen die Entpolitisierung demokratischer Gesellschaften. Dem CSD, sagt sie, könne man Kommerzialisierung, kapitalistisches Productplacement oder die Exklusion bestimmter Entitäten unterstellen. „Dennoch ist die Party eine notwendige Intervention! Es geht um Sichtbarkeit, Anerkennung und Solidarität.“ Also, liebe Community: Lasst uns laut Raum einnehmen!

00:30-01:30
SilSan (Tribas/Garry Klein)
Bereits in ihrer Jugend entdeckte die Münchnerin SilSan ihre musikalische Ader. Sie erlernte Gitarre, Schlagzeug und Percussion und spielte seit damals in Bands. Seit 2015 macht sie Münchens Clubs unsicher und zieht ihr Publikum mit einem besonderen Mix aus treibenden und melodisch-verspielten Techno-Klängen in den Bann. Ihr Statement zum CSD: „Jede*r trägt einen Teil auf die richtige Weise zur Gesellschaft bei. Vorurteilslose Gleichstellung ist wichtig in unserer Gesellschaft, um ein wohltuendes Miteinander zu schaffen.“

01:30-03:30
Boris (Ostgutton/Berlin)
Boris ist eine Art charismatische Allzweckwaffe im Berliner Clubgeschehen. Seine musikalischen Wurzeln reichen bis in die Mitte der 80er zurück, als er für vier Jahre in New York lebte und Wochenende für Wochenende den einmaligen Spirit des Kultclubs Paradise Garage aufsaugen konnte. Von dessen Mentor Larry Levan hat Boris gelernt, an an die eigene musikalische Intuition zu glauben sowie an ein breites musikalisches Spektrum, das von Disco, Hi-NRG, Post-Punk, (Kraut-)Rock, House bis hin zu Techno reicht. In Berlin wurde er Resident in der ersten Panorama Bar, in der er sich vor allem durch seine langen, bis in die späten Mittagsstunden gehenden Sets eine treue Fangemeinde erspielt hat. Nachdem OstGut bzw. Panorama Bar 2003 zugemacht hatte, spielte Boris in sämtlichen Clubs Berlins, konzentrierte sich aber nach der Eröffnung des OstGut-Nachfolgers Berghain wieder auf seine neuen, alten Arbeitgeber. Als DJ geht es ihm nicht ausschließlich um das Verfeinern eines bestimmten Genres, sondern um das Pushen von Musik mit einem speziellen Twist.

03:30-04:30
Nastasia (Wut Kollektiv)
Seit über zehn Jahren steht Nastasia schon an den Decks. Mit ihrer Musik – Techno in sämtlichen Facetten – will sie immer eine Geschichte erzählen. Denn so vielseitig elektronische Musik und ihre Ursprünge sind, so vielseitig ist auch Nastasias Leben. In der ehemaligen UdSSR geboren und in Deutschland aufgewachsen hat sie viele Kulturen erlebt. In ihrer Radioshow KBAC geht sie diesen Spuren nach und in ihren vielseitigen DJ-Sets spürt mensch diese Energie. Sie steht für gleiche Rechte und Akzeptanz. „Und ich plädiere außerdem für internationale Solidarität mit LGBTI* weltweit, denen Gefahr für Freiheit, Leib und Leben droht.“

04:30-05:30
noé (Garry Klein)
noé ist seit vielen Jahren fester Bestandteil der Münchner Szene und Club-Kultur, seit 2012 insbesondere im queeren Garry Klein. Ihr Sound reicht von Funky über Deep zu Tech House, ist beeinflusst von Jazz und Soul, kommt aus tiefster Seele. Musikalische Vielfalt ist für sie eine Herzensangelegenheit. Der CSD stehe für sie wie keine andere Veranstaltung für die Möglichkeit, einmal die Perspektive zu wechseln, Gleichberechtigung und Toleranz zu demonstrieren.

05:30-06:30
Lazykid (München)
„Lazykid“ ist Producer und langjähriger DJ aus dem Münchner Nachtleben. Dieses Jahr will er nicht nur selbst feiern, sondern Euch zum Feiern bringen. Weil er Erfahrung in der Tänzerszene hat, weiß er, wie man Musik mischt, und vor allem, was die Leute bewegt. Für den CSD München 2020 spielt er für den Garry-Klein-Livestream eine Mischung aus TechHouse und Melodic Techno. „Ich finde es großartig, wie wir Mittel und Wege gefunden haben, dieses Jahr für unsere Gleichberechtigung zu kämpfen und den CSD zusammen mit der Community und all ihren Freund*innen zu feiern. Wir lassen uns nicht aufhalten!“ So ist es.

23:30-06:30
TPS Nostromo (Harry Klein)
Bildsprache gehört zum Harry Klein wie die Musik. TPS Nostromo zum Beispiel setzen unsere politischen Forderungen harmonisch visuell um. VJ Kunst at its best!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.